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JSTOR-Interview mit Floridas College Center for Library Automation

Die Community Colleges in den Vereinigten Staaten verzeichnen steigende Studentenzahlen und damit einen wachsenden Bedarf nach Zugang zu Online-Ressourcen. Wir freuen uns, dass Floridas College Center for Library Automation (CCLA), ein bundesstaatsweites automatisches Bibliothekssystem, seit 2006 ein JSTOR-Teilnehmer ist, der für alle 28 Community Colleges von Florida Zugang zum Archiv bereitstellt. Die Community Colleges in Florida haben stark profitiert von der führenden Position von CCLA bei der Bereitstellung von Zugang zu gemeinsam genutzten Informationsressourcen, durch die eine effektive Nutzung von Technologie und die Implementierung von geeigneten neuen Technologien sichergestellt wird. JSTOR hat Richard Madaus, Executive Director von CCLA, gebeten, uns zu sagen, was er über den Hintergrund von CCLA, die Nutzen und Unterstützung der Community Colleges von Florida denkt.

JSTOR: Wie kam es dazu, dass das College Center for Library Automation diese umfassende Unterstützung für Community Colleges in Florida bereitstellt? MADAUS: 1989 wurde das College Center for Library Automation von der Gesetzgebung in Florida ins Leben gerufen, um ein bundesstaatsweites automatisches Bibliothekssystem für alle Bibliotheken der 28 Community Colleges bereitzustellen. Es war das erste bundesstaatsweite, zentralisierte automatische Bibliothekssystem in den USA, das ausschließlich Community Colleges bediente. Diese Automatisierung wurde vollständig vom Gesetzgeber kostenlos für die Colleges finanziert. Das Ende der 1980er Jahre war eine Zeit schneller Expansion im Bereich der akademischen Bildung, einschließlich Community Colleges. Es war eine Zeit, als die Verwendung von Technologie in Bibliotheken von Neuentwicklungen begleitet war. Zur gleichen Zeit suchte der Gesetzgeber nach Möglichkeiten, um vernünftig und wirtschaftlich in die akademische Bildung zu investieren. Für den Gesetzgeber von Florida war es wichtig, die gemeinsame Nutzung von Ressourcen unter den Colleges sicherzustellen und zu gewährleisten, dass alle Colleges das gleiche Bildungsniveau anboten, unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Standort im Bundesstaat. Jedes College sollte in der Lage sein, allen seinen Studenten die gleichen Bibliotheksdienste anzubieten. Technologie würde der Gleichmacher sein, der das für Colleges mit 600 oder 700 Studenten bis hin zu Colleges mit mehr als 20.000 Vollzeitstudenten möglich machen würde.

JSTOR: Wie hat sich die Rolle von CCLA im Laufe der Jahre seit seinen Anfängen bei der Organisation der zentralisierten Automation für die Bibliotheken entwickelt? MADAUS: CCLA ist heute eine zentrale Ressource für Programme und Dienste für die Bibliotheken der Florida Community Colleges, ein Fürsprecher für Bibliotheksdienste und ein Verwalter der wichtigsten elektronischen Content-Ressourcen. Die Aufgabe von CCLA ist, eine Führungsrolle zu übernehmen und Dienste für die bundesstaatsweiten automatischen Bibliotheks- und Informationsressourcen für die Community Colleges von Florida bereitzustellen.

JSTOR: Was sind einige der anderen Aktivitäten, an denen sich CCLA im Namen der College-Bibliotheken beteiligt hat? MADAUS: CCLA bahnte den Weg für E-Mail-Kommunikation für das Bibliothekspersonal Ende der 1980er Jahre. Wir konnten die Kooperation zwischen den Bibliotheken fördern, so dass alle Colleges schon 1994 zu einem gemeinsam genutzten öffentlichen Katalog beitrugen. Heute stellt CCLA Tools für Studenten bereit, einschließlich ein Informationsportal für die Bibliotheken der Community Colleges, das auch über iPhone und iPod Touch sowie Facebook-Anwendungen für Bibliotheksdienste zugänglich ist. Es werden auch Schulungs- und Entwicklungsprogramme für Bibliothekare angeboten. Die Bibliotheksbenutzer haben Zugang zu Volltextdatenbanken, E-Books und die Bibliotheksbestände aller Community Colleges und öffentlichen Bibliotheken von Florida. Die Bibliothekare können sich darauf verlassen, dass das CCLA Service Desk zu den gesamten Öffnungszeiten der Bibliothek verfügbar ist, um dem Bibliothekspersonal bei der Verwendung von Produkten und Diensten zu helfen.

JSTOR: Wie kam es dazu, dass CCLA jetzt allen 28 Community Colleges Zugang zu sieben JSTOR-Sammlungen ermöglicht? MADAUS: Die Bereitstellung von Zugang zu elektronischen Ressourcen hat eine lange Vorgeschichte. Ab 1997 hat sich der Gesetzgeber von Florida zur Finanzierung von zentralen elektronischen Ressourcen für alle Lehranstalten im Bundesstaat verpflichtet. CCLA hat bereits sehr früh elektronische Inhalte für Community Colleges bereitgestellt. Die Community Colleges mussten jedoch über einen Zeitraum von vier Jahren ohne eine gesetzliche Finanzierung für Ressourcen auskommen. Während der Zeit fungierte CCLA als ihr Vertreter und entwickelte eine zentrale Kompetenz bei der Verhandlung von Angebotspaketen und Gebühren für die Colleges, die dann für die Ressourcen, die sie individuell auswählten, bezahlten. 2006, als die bundesstaatsweite Finanzierung für Inhalte wieder eingerichtet wurde und wieder zum Bestandteil der Grundfinanzierung für CCLA wurde, waren die zentralen Mitarbeiter gut positioniert, um den Bibliotheken bei der Durchführung von Umfragen und Beurteilungen und deren Analyse zu helfen, damit sie ihren Ressourcenbedarf feststellen konnten. JSTOR wurde zum Bestandteil dieses Kerns von 91 e-Ressourcen. Die sechs Community Colleges, die vor 2006 JSTOR-Teilnehmer wurden, bestanden darauf, dass JSTOR als Bestandteil dieses Kerns mit aufgenommen wurde.

JSTOR: Was wird für elektronische Ressourcen für die Community Colleges in Florida ausgegeben? MADAUS: Von den staatlichen Finanzierungsmitteln in Gesamthöhe von $ 1 Milliarde gibt CCLA zurzeit $ 3,9 Mio. pro Jahr für elektronische Ressourcen für alle Community Colleges in Florida aus. Bei dem Finanzierungsumfang kann CCLA Einsparungen erzielen und alle Vorteile der zentralisierten Unterstützung für die Colleges realisieren. Die anderen Ressourcen, die von CCLA bereitgestellt werden, umfassen ARTstor, die OCLC- und Gale-Datenbanken, Proquest und Wilson.

JSTOR: Was sehen Sie als den laufenden und zukünftigen Ressourcenbedarf der Colleges an? MADAUS: Die Bereiche mit kritischen Ressourcenanforderungen sind Krankenpflege und Gesundheitsversorgung, Lehrerausbildung, Strafverfolgung und Erstversorgung. Die Florida Community Colleges werden angeregt, in diesen Bereichen vierjährige Programme einzurichten, um Studenten die Gelegenheit zu geben, einen Associate-Grad und anschließend einen Bachelor of Science zu erwerben. Das Ziel ist, im Berufsleben stehenden Managern Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung zu geben, damit sie auf ihre Fähigkeiten durch Fortbildung aufbauen können und in ihrer Sparte beruflich aufsteigen können. Community Colleges haben keine besonderen Anforderungen für wissenschaftliche/technische/medizinische Inhalte oder Inhalte in anderen Sprachen als Englisch. Community Colleges haben keinen Auftrag, Inhalte zu konservieren, sondern nur den benötigten Zugang bereitzustellen.

JSTOR: Was sind einige andere Vorteile eines vereinheitlichten bundesstaatlichen Community College Systems? MADAUS: Einer der größten Vorteile ist, dass die Bibliotheken gelernt haben, effektiver zusammen zu arbeiten und die Vorteile des Innovationspotentials auszunutzen, das die Kooperation zwischen ihnen eröffnet, und dass sie die Grenzen dessen, was man zusammen erreichen kann, beseitigen. Durch CCLA kommen die Bibliotheken der Florida Community College in den Genuss des Synergieeffekts eines zentralisierten Mitarbeiterstabs und der Fähigkeit, ihre gesamte Kompetenz zu bündeln. Auf diese Weise wird Raum für Kreativität und Impulse zur Entwicklung von Tools für Studenten und Bibliothekare geschaffen. Es ermöglicht den Colleges, mit den bundesstaatlichen Universitäten an einem einzigen integrierten Bibliothekssystem teilzunehmen. Und natürlich ermöglichen wir den Studenten die Vorteile von gleichwertigen Bibliotheksdiensten im gesamten Bundesstaat, in Verbindung mit gleichen Ausbildungschancen. Florida hat einen Articulation-Grundsatz, der vorsieht, dass alle Abgänger von Florida Community Colleges Zugang zu einer Universität in Florida auf der Junior-Stufe haben. Alle verdienten Credits sind übertragbar. Für die Studenten ist es nützlich, während ihrer Zeit im Community College mit elektronischen Ressourcen vertraut zu werden, die sie zur Erlangung ihrer Abschlüsse nach dem vierjährigen Studium benötigen.

Nach unserer Unterhaltung mit Richard Madaus nahm JSTOR Kontakt mit einigen CCLA-Bibliothekaren auf, um mehr über ihre Erfahrungen mit JSTOR und CCLA zu hören. Einem Vertreter zufolge ist JSTOR jeden Penny wert. Community College Students sind Pendler, d.h. sie verbringen nicht viel Zeit in der Bibliothek auf dem Campus. Die Möglichkeit, JSTOR [und andere elektronische Ressourcen] von zuhause aus zu verwenden, ist ein echter Segen. Die Bibliothekare stellen fest, dass die Studenten JSTOR besonders für Literatur und die Geisteswissenschaften verwenden und in letzter Zeit vermehrt für Übersichts- oder Überblickartikel in naturwissenschaftlichen Kursen in den Heilhilfsberufen heranziehen. CCLA stellt Bibliotheksdienste für fast 1 Million registrierte Studenten einer sehr diversifizierten Population bereit, d.h. der Ressourcenbedarf ist ziemlich breitgefasst, basiert aber nicht auf wissenschaftlicher Forschung. Die Community College Bibliotheken arbeiten auch daran, Ressourcen bereitzustellen, die die gezielten Interessen des Lehrkörpers erfüllen, von denen viele an ihren eigenen fortgeschrittenen akademischen Abschlüssen arbeiten.

JSTOR und CCLA freuen sich, dass das Archiv eine willkommene Ressource für so viele Community Colleges in Florida ist. JSTOR sieht der fortgesetzten Partnerschaft mit CCLA und anderen Community Colleges im gesamten Land erwartungsvoll entgegen. Für nähere Informationen zur Teilnahme von Community Colleges in JSTOR nehmen Sie bitte Kontakt mit participation@jstor.org auf.