Oktober 2008, Nr. 12, Ausgabe 3 - African Access Initiative: Fortschrittsbericht
JSTOR zielt darauf ab, den Zugang zum Archiv durch autorisierte Benutzer so weit wie möglich auszuweiten und das Problem der erheblichen ökonomischen Zugangsbarrieren zu erörtern, die auf dem afrikanischen Kontinent bestehen. Im Jahre 2006 startete JSTOR die African Access Initiative (AAI), in deren Rahmen allen gemeinnützigen Institutionen die Standard-Teilnahmegebühren (sowohl die Archivkapitalgebühr als auch die Jahreszugangsgebühr) erlassen wurden. AAI-Teilnehmer und autorisierte Benützer erhalten Zugang zu allen im Archiv verfügbaren Inhalten - die gesamten zurückliegenden Ausgaben von etwa 800 wissenschaftlichen Magazinen - sowie zu den Inhalten, die während der Zeitspanne der Teilnahme hinzugefügt wurden. Ebenso erhalten sie Zugang zu den verschiedenen Sammlungen primärer bzw. unterstützender sekundärer Forschungsmaterialien, die von Aluka entwickelt wurden und in dieser Ausgabe von JSTORNEWS behandelt werden.
Die Zahl der Teilnehmer nimmt deutlich zu
Nach dem Start von AAI, nahm die Zahl der Teilnehmer rasant von 30 Institutionen in 16 afrikanischen Staaten auf über 370 Institutionen in 37 afrikanischen Ländern zu. Diese aussagekräftige Steigerung der Teilnahme spiegelt das Bedürfnis und das Interesse nach Zugang zu den elektronischen Ressourcen unter Forschern in ganz Afrika wider. Im Jahre 2008 zeichneten autorisierte Benutzer und Teilnehmer in Afrika bislang für über 6,6 Millionen Zugriffe auf das Archiv verantwortlich, was eine Quote von 1,77% aller Zugriffe auf das Archiv durch alle weltweiten Institutionen bedeutet.
Behandlung der Frage des Zugangs
Während die ökonomischen Zugangs-Barrieren, mit denen viele Institutionen in Afrika konfrontiert sind, wohlbekannt sind, stellen Probleme wie fehlende Bandbreite, instabile IP's, häufig wechselnde Belegschaften und Stromausfälle weitere große Hürden dar. Diese zusätzlichen Hürden machen die Ausweitung des Zugangs auf dem afrikanischen Kontinent auch dann zu einer großen Herausforderung, wenn man die Gebühr für diesen nicht in die Gleichung miteinbezieht. Dies kann zu neuen Ansätzen bzw. zur Erkenntnis führen, dass sich aus den Dingen, die wir tun, unbeabsichtigte Vorteile ergeben. Indem wir etwa alternative Zugangsmethoden für Institutionen mit instabiler IP-Addresse zur Verfügung stellen, werden z.B. Studenten und Lehrkräfte in die Lage versetzt, abseits des Universitäts-Campus, wie etwa von einem Internet-Café aus individuelle Internet-Konten für die Durchführung ihrer Forschungen zu nutzen.
Arbeiten mit der Community
Wir haben lokale Beziehungen und Kontakte aufgebaut und stützen uns bei der Durchführung unserer Arbeit in hohem Maße auf das Feedback der Bibliotheks-Community. Wir kooperieren mit Bibliothekaren, um Schulungsmaterial und Vor-Ort-Workshops über die Benützung des Archivs zur Verfügung zu stellen, und arbeiten mit Konsortien, Bibliotheksverbänden und anderen Partnern zusammen, um Teilnahme und Forschungsquote zu erhöhen. Während unsere Arbeit fortschreitet, zielen wir darauf ab, über Zusammenarbeiten mit anderen Partnern die Zahl der Teilnehmer zu erhöhen und diese Initiative auf breitere Basis zu stellen, indem wir über Afrika hinaus auch andere Entwicklungsländer erreichen.
