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Oktober 2008, Nr. 12, Ausgabe 3 - Innovativer Unterricht mit Aluka

< Inhaltsangabe

Aluka beherbergt Sammlungen von Materialien, welche von der internationalen Wissenschafts- und Forschungsgemeinschaft beigesteuert wurden. Beim Aluka-Preis 2007 für innovativen Unterricht wurde einerseits dazu aufgerufen, Vorschläge für Projekte einzureichen, welche den aktuellen Einsatz dieser Materialien im Unterricht untersuchen und gleichzeitig die Grundlagen für Lehrkräfte schaffen, um mit der kreativen Reflektion über neue Anwendungsbereiche für diese Inhalte zu beginnen. Der Preis stand Lehrkräften und Diplomstudenten in der ganzen Welt offen, wobei jedem der 6 Preisträger ein uneingeschränktes Preisgeld von 2000 $ zugesprochen wurde. Die eingereichten Vorschläge betrafen den Einsatz in Disziplinen wie Film, Literatur, Geschichte, Biologie und Anthropologie und langten aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Europa und Afrika ein.

Unterrichtüber afrikanische Kulturenauf derBryant-Universität
Ein Projekt, das den Erfolg des Aluka-Preis-Programmes illustriert und beweist, dass Innovation im Unterricht die Lernerfahrung verbessert, ist Afrikanische Kulturen, ein Kurs von Dr. Alex Perullo auf der Bryant-Universität in Rhode-Island im Frühling 2007. Ziel dieses Kurses war es, durch Forschung ein neues Vokabular für das Sprechen über Kultur - Kunst, Musik, Geschichte, Literatur - in Afrika zu schaffen.

Herangehensweise und Anwendung
Die Studenten wurden dazu aufgefordert, sich mit kulturellen Aktivitäten wie Film, Musik und Literatur auseinanderzusetzen, wobei man sich bemühen sollte, Sichtweisen und Vorstellungen, die in westlichen Medien über Afrika aufgebaut wurden, in Frage zu stellen und gleichzeitig Themen wie Gender, Widerstand und Neokolonialismus zu untersuchen, um ein besseres Verständnis der Erfahrungen zahlreicher afrikanischer Staaten nach Erlangung der Unabhängigkeit zu gewinnen. Neben einer umfassenden Leseliste war für den Kurs ein Forschungsprojekt vorgeschrieben, bei dem der Inhalt von Aluka benützt werden sollte. Mit Hinweis darauf, dass den Studenten nur sehr wenige Quellen direkt aus Afrika zur Verfügung stehen, betonte Dr. Perullo, dass sich viele der Primärquellen in den Aluka-Sammlungen als "nützlich erwiesen, um den Studenten Berichte aus erster Hand und Erzählungen zu bieten, welche diese dann später selbst analysieren konnten." Weiters hob er hervor, dass auch aufgrund der Unterstützung der Bibliothekarin Laura Kohl diese Quellen gänzlich neue Ausdrucksmöglichkeiten erschlossen, die zuvor nicht verfügbar waren. Die Studenten wurden mit persönlichen Erzählperspektiven konfrontiert und bekamen die Möglichkeit, ihre Forschung gemeinsam mit ihren Gästen zu betreiben. Ein Student beschrieb die Erfahrung als "persönlichkeitsverändernd".

Aufgrund des großen Erfolges des Kurses, hält Dr. Purello nicht nur den Kurs Afrikanische Kulturen im Frühling 2008 wieder ab, sondern hat den Workshop zu einem Open-Community-Ereignis ausgeweitet, das an der Öffentlichen Bibliothek von Providence abgehalten werden soll.

Sieben der acht afrikanischen Community-Mitglieder nehmen wieder an dieser Veranstaltung teil und Ama Ata Aidoo, ein ghanesischer Autor und Dramatiker gibt eine Vorstellung.

Wir haben im Laufe des letzten Jahres aus all den Projekten und Vorschlägen unglaubliche Einsichten gewonnen und wir hoffen, dass die Projekte die Lehrkräfte dazu anregen, kreativ darüber nachzudenken, wie man die Sammlungen beim Unterricht in den Kursen sinnvoll einsetzen kann. Inhaltsangaben, detallierte Berichte und Auszüge für jedes Projekt stehen auf der Aluka-Webseite unter Unterrichtsquellen zur Verfügung. Wir laden Sie dazu ein, auf die reichhaltige Information, die dort verfügbar ist, zuzugreifen.

Dr. Alex Perullo ist Fakultätsmitglied des Instituts für Literatur und Cultural Studies an der Bryant-Universität in Rhode Island